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Eine Brücke zwischen Krakau und Eckernförde

 


„Wir haben nicht geglaubt, dass wir jemals würden ins Ausland reisen können und noch weniger, dass Menschen aus Polen oder aber aus Deutschland so sehr zu unseren Freunden werden würden."


Diese Beschreibung kennzeichnet treffend das starke Band, das zwischen der Abteilung für Rehabilitation des Krakauer Babinski-Krankenhauses und dem Brücke-Haus in Eckernförde im Laufe von Jahren geknüpft wurde.

Beziehung kann nur entstehen, wenn sie gepflegt und ihr Zeit gegeben wird. Dieser Gedanke und die Idee, psychisch kranke Menschen ganz in den Mittelpunkt einer deutsch-polnischen Partnerschaft zu stellen, regte Karin Pohl an, auf ihre ehemaligen Partner aus der Betheler Zeit auch nach ihrem Arbeitsplatzwechsel in die Brücke Rendsburg-Eckernförde zuzugehen. Dieses Angebot wurde von den Kollegen des Babinski-Krankenhauses freudig aufgegriffen. Aus dem Besuch einer Delegation aus betreuten Menschen und Mitarbeitern der Brücke in Krakau, bei dem auch Patienten des Babinski-Krankenhauses in die weiteren Planungen einbezogen wurden, entwickelte sich ein Projekt, dass von Jahr zu Jahr an Intensität zugenommen hat.

Jedes Jahr im September trifft sich eine Gruppe von 12 Patienten aus Krakau mit 12 betreuten Menschen aus Eckernförde, jeweils begleitet von Mitarbeitern und Ehrenamtlichen beider Einrichtungen zu einem zweiwöchigen Urlaub in Polen. Die Reiseziele, wie zum Beispiel das Riesengebirge oder Masuren, werden gemeinsam ausgewählt. Um die Annäherung der Gruppen aneinander leichter zu gestalten, sind immer Menschen dabei, die nicht das erste Mal an diesem Urlaub teilnehmen, also bereits an ihre Beziehungen anknüpfen können.

Jedes Jahr im Mai reist eine Gruppe an den Wohnort der Freunde, eine Krakauer Gruppe besucht also Eckernförde oder eine Eckernförder Gruppe Krakau. Während dieser Woche präsentieren die Menschen ihren Ort, seine Geschichte und attraktive Ziele in der Umgebung. Von der Brücke betreute Menschen luden ihre Gäste aus Krakau auch ein, in ihren Wohnungen zu übernachten, sofern sie die Möglichkeit dazu hatten. Was aber ganz wichtig war, und das zieht sich wie ein roter Faden durch alle Begegnungen, man feiert Feste, man tanzt und genießt das Miteinander. Es hat eine sehr hohe Bedeutung für beide Gruppen, in der Rolle des Gastes, aber fast eine noch größere, in der Rolle des Gastgebers zu sein, zu der jeder seinen Beitrag leistet und etwas zu bieten hat.

Einmal im Monat treffen sich die Gruppen jeweils an ihrem Wohnort, tauschen sich über Pläne und Neuigkeiten aus und berichten über ihre persönlichen Kontakte zu den Freunden aus dem anderen Land. In Eckernförde wird alle 2 Monate ein Fest gefeiert, das von der „Polen-Gruppe" ausgerichtet wird. Bei der Gelegenheit wird einem größeren Kreis die Arbeit dieser Gruppe vorgestellt.

Eine zusätzliche Bedeutung hat die Partnerschaft durch ein gemeinsames Projekt gewonnen, das von einer norwegischen Stiftung gefördert wird. Die Tagesstätte Eckernförde mit ihrer Kleiderbörse ist Projektpartner für einen second hand Laden im Babinski-Krankenhaus. Dieser Umstand hat eine noch regere Kommunikation entstehen lassen.
Im Mai 2008 werden 16 Menschen aus Krakau in Eckernförde erwartet, im September findet der sechste gemeinsame Urlaub nach siebenjähriger Partnerschaft in Krynica Morska statt. Halina Pyla, Jacek Kowlaczik, Karin Pohl und ihr ehrenamtlicher Partner Manfred Uhl, die bisher jede dieser vielen Aktivitäten in der Partnerschaft begleitet haben, Anna Przwlocka und Klaus Magesching, die sie gefördert und unterstützt haben: „Selten haben wir erlebt, dass etwas so viel Freude machen und dadurch Menschen in relativ kurzer Zeit so viel geben kann, wie diese wiederkehrenden, und zwar zuverlässig wiederkehrenden Begegnungen".


             


             


             


             



 
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